Hochleistungs-LED ohne Kühlkörper ist wie Autofahren ohne Kühlwasser
Kühlkörper auf denen die HighPower-LEDs angebracht werden sind ein “Muss”
Es gibt unzählige Bauformen – kleine & große, eckige & runde, quadratische, sternförmige, schöne & häßliche.
Wie ein Kühlkörper auszusehen hat ist Geschmackssache, viel wichtiger ist seine Kühlleistung. Die ist abhängig von:
- dem Material aus dem der Kühlkörper besteht. Generell ist es Aluminium, sehr selten Kupfer.
- der Stärke der Grundplatte
- der Kühlfläche, diese ergibt sich aus der Summe aller Kühlrippen
- dem Verhältnis von Rippenhöhe zu Rippenquerrschnitt
- dem Abstand zwischen den Kühlrippen – je größer desto besser !
Diese Faktoren zusammen ergeben den sogenannten Wärmewiderstand.
Wie groß ein Kühlkörper nun sein muss, hängt letztendlich auch von der Wärmeentwicklung der LEDs ab.
Die Größe eines Kühlkörpers (also seinen Wärmewiderstand) zu berechnen, ist auch nicht weiter schwer.
Die nötigen Daten findet man in den Produkt-Datenblättern der zu verwendenden LEDs.
Kühlkörper-Berechnung
Errechnet wird der Wärmewiderstand des Kühlkörpers mit

notwendige Daten:
= die Hälfte der maximalen LED-Chiptemperatur ¹) , zur Sicherheit werden 25% subtrahiert
= Wärmewiderstand vom Gehäuse der LED ¹)
= Wärmewiderstand der Verbindungsfläche (Wärmeleitpaste oder -kleber) ²)
= Abwärmeleistung der LED, ist die Differenz von Gesamtleistung
und Strahlungsleistung
¹)³)
= unmittelbare Umgebungstemperatur + 15°K (aufgrund der rückwirkenden Erwärmung der abgegeben Strahlungswärme)
Anmerkung zu
: die max. Chip-Temperatur wird nur beim max. Betriebsstrom erreicht,
in der Regel betreibt man die LED zugunsten von Effizienz und Lebensdauer mit der Hälfte.
Beispielrechnung


Diese Berechnungsvariante ist nicht 100%ig aber eine gute Richtlinie,
um eine Wahl des Kühlkörper treffen zu können.
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¹) im Datenblatt zu finden
²) hat üblicherweise den Wert 
³) falls nicht angegeben, gilt für
und für
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